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Sie schützt vor Wärmeverlust und Krankheitserregern, nimmt Sinnesreize auf und versorgt Haare, Nägel und Drüsen mit Nährstoffen: Die Haut!

So vielseitig und widerstandsfähig sie ist – unverwundbar ist sie nicht. Schnitt- oder Schürfwunden können die Funktion beeinträchtigen. Deshalb an dieser Stelle einige Tipps zur Behandlung von kleinen Wunden, die im Alltag auftreten können.

Vorweg sei an dieser Stelle gesagt: Es gibt Grenzen der „Ersten-Hilfe-mit-der-Hausapotheke“ : Bisswunden gehören wegen der starken Infektionsgefahr stets zum Arzt. Auch sollte bei unklarer Lage hinsichtlich des Impfstatus der Arzt aufgesucht werden – ein Wundstarrkrampf ist mit einer einfachen Impfung vermeidbar; vor 150 Jahren waren die Tetanustoxine nach einer kriegerischen Schlacht mitunter für mehr Leid verantwortlich als die Schlacht selbst. Auch sollte der Arzt aufgesucht werden, wenn die Wunde tief ist, stark blutet oder stark verschmutzt ist.

Generell sollte die Wundheilung beobachtet werden – eine nachhaltige Schwellung, Schmerzen, Sekretbildung oder Rötung der Wunde muss durch einen Mediziner abgeklärt werden.

Die Wundheilung selbst läuft in verschiedenen Phasen ab; je „jünger“ und „gesünder“ der Organismus ist, desto rascher und komplikationsloser werden die Abschnitte durchlaufen. Stoffwechselerkrankte, wie etwa Diabetiker, müssen mit einer verzögerten Wundheilung rechnen; hier gilt die Mahnung, auf Zeichen einer Wundheilungsstörung zu achten, besonders!

Nach der Wundsetzung erfolgt als erste Reaktion des Körpers eine spontane Entzündungs- bzw. Reinigungsphase, die mit einer vermehrten Bildung von Wundsekret zur Reinigung der Wunde von Schmutzpartikeln, Bakterien usw. einhergeht. Die nahezu parallel dazu einhergehende Blutgerinnung führt zur Bildung von Fibrin, welches das Verkleben der Wunde und natürlich das Stoppen der Blutung einleitet. Nunmehr wird Phase zwei eingeleitet, Immunabwehrzellen wandern zum Ort des Geschehens und versuchen, das Eindringen von Krankheitserregern zu unterbinden. Durch bestimmte Mediatorsubstanzen beginnt der Wundverschluss bei gleichzeitigem Austritt von Exsudat. In dieser Granulationsphase werden arealversorgende Blutgefäße neu gebildet und neues Gewebe – das zuvor erwähnte Fibrin wandelt sich grob gesagt in Kollagen um – wird gebildet. Nunmehr setzt die Reparationsphase ein: Bindegewebe entsteht und die Wunde beginnt - idealerweise von unten - sich aufzufüllen. Je tiefer die Wunde war, desto wahrscheinlicher wird sich eine – sichtbare - Narbe bilden.

Dies im Hinterkopf behaltend gilt für die Wundversorgung im „Alltag“.

  1. In der Reinigungsphase unterstützen wir den Prozess, wenn wir die Wunde – wenn vorhanden - mit isotonischer Kochsalzlösung spülen. Wenn kein NaCl vorhanden ist: Nicht schlimm – das Trinkwasser in Deutschland ist von guter bis hervorragender Qualität(!) : Notfalls damit spülen.
  2. Unmittelbar daran nehmen wir einmalig ein starkes Desinfektionsmittel wie etwa „Jod“. Spätestens im Anschluss daran sollte auf gewebeschonende Mittel gewechselt werden (oder besser gleich eingesetzt), da „Jod“ die Neubildung von Gewebe recht stark verhindert! Bewährt haben sich aus unserer Sicht Octenidin oder Polihexanid. Da das „neue“Gewebe sehr empfindlich ist ,empfehlen wir ggf. auch die Verwendung von „hydroaktiven“ Gelen oder „hyrokolloiden“ - ein häufiger Pflasterwechsel ist zu vermeiden, da durch das Entfernen der Wundauflage mitunter die Wundheilung selbst gestört wird.
  3. In der letzten Phase wird repariert – da sollten wir nicht allzu sehr stören ! Wenn möglich die Körperstelle ruhig halten – direkte UV-Strahlung vermeiden und WICHTIG: die Kruste nicht abkratzen sondern ggf. mit einer Wundheilungssalbe „elastisch“ halten. Die „Wundheilungssalben“ haben erfahrungsgemäß ihre Berechtigung, um die Narbenbildung durch „Massage“ der Kollagenfasern zu minimieren. Diese Phase beginnt erfahrungsgemäß nach 4 – 8 Tagen: also bevor die Wunde endgültig verschlossen ist aber deutlich nach Einsetzen der Wundheilung.

Und nochmals: Tiefe Wunde oder nachhaltige Schmerzen? Eine lang anhaltende Exsudatbildung? Risikopatient? Eine andauernde Rötung oder Schwellung? AB ZUM ARZT!

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